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Medien formen unsere Wirklichkeit durch den Framing-Effekt – und das bis zu acht Stunden täglich! Zehn Wege, wie Sie sich künftig eine differenzierte Meinung bilden.
Laut einer Studie von Zenith konsumieren Menschen in Deutschland bereits mehr als acht Stunden täglich Medieninhalte. Das bedeutet, dass wir die Welt durch die Brillen von Autoren, Journalisten, Filmemachern, Kommentatoren, Bloggern, Lobbyisten, Werbeprofis oder Nachrichtensprechern wahrnehmen. Dabei übernehmen wir meist unbemerkt ihre vorgefertigten Ausschnitte, Perspektiven, Meinungen, Weltsichten oder auch Ideologien. Mario Pricken, der Autor des Buches „Think Outside The Frame“, hat erstmals 82 erstklassige Framing-Beispiele gesammelt, um zu zeigen, auf welch subtile Weise unsere Weltsicht durch Framing geformt wird.
Wie Framing unser kreatives Denken beeinflusst und weshalb es in Zukunft zu einem der wichtigsten mentalen Werkezeuge für Innovatoren wird.
Für den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal wurden rund sechs Milliarden Pfund ausgegeben. Das Ergebnis: Die Reisezeit von London nach Paris hat sich für diese gigantische Summe um lächerliche 40 Minuten verkürzt. Vielleicht wurde hier zu Beginn des Projektes einfach die falsche Frage gestellt. Denn Anstatt zu fragen, wie sparen wir 40 Minuten Fahrtzeit, könnte man sich auch fragen, wie werden diese 40 Minuten für unsere Fahrgäste zur wertvollsten Zeit des Tages? Jetzt sind überzeugende Ideen gefragt: Wie wäre es mit Wohnzimmeratmosphäre, Entertainment Center, kostenloser Massage, Meeting-Abteilen, persönlichem Service für jeden Fahrgast oder vielleicht gratis Essen? Die Liste ließe sich hier beliebig fortsetzen, doch mit einem entscheidenden Unterschied: die Kosten für diese Maßnahmen würden lediglich einen winzigen Bruchteil der tatsächlichen Baukosten betragen.
Wie man Menschen dazu motiviert, das Richtige zu tun.
Die meisten Jugendlichen wissen, dass Kondome der Verhütung dienen. Aber wie macht man diesen jungen Menschen klar, dass sie auch vor gefährlichen Krankheiten, wie etwa HIV, schützen? Durch welchen Kunstgriff erzeugt man einen Bedeutungswechsel von „Verhütung“ hin zu „Lebensretter“, fragen sich beispielsweise NGOs, die solchen Krankheiten den Kampf angesagt haben. „Hier kommt der Framing-Effekt ins Spiel, die Königsdisziplin in der Kommunikation“, behauptet Mario Pricken, Autor des neuen Buches „Think Outside The Frame“. Denn Framing besitzt das Potenzial, vertrauten Dingen eine neue Bedeutung zu geben, was unsere subjektive Wirklichkeit auf erstaunliche Weise beeinflussen kann.
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